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Projekttitel: Concealed Crime

Manche nennen uns Spinner, andere Esoteriker und manch einer sieht uns als letzten Ausweg. Ich bin kein Medium, habe keine Visionen oder ein besonders Gespür. Ich höre nichts Ungewöhnliches und  ich sehe nichts, was andere nicht auch sehen. Aber ich stelle Fragen. Viele Fragen.

Waren die Stimmen nur ein Widerhall? – Gibt es Geister?

Umso pragmatischer man ein Problem angeht, desto klarer wird die Lösung. Aber nicht jede Frage kann beantwortet werden.

Der Ort des Geschehens: ein edles Apartmenthaus.
Auf einen Mord folgen unerklärliche, unheimliche Ereignisse und schnell werden Gerüchte laut, eigenartige Geschichten machen die Runde.

Umgangssprachlich: Geisterjäger. Doch so einfach ist die Sache nicht, denn wir jagen nichts. Es geht darum, eine Situation zu verstehen und zu bewerten. Die Ghostbusters sind Fiktion – zumindest für mich. Wie gesagt, ich suche Antworten. Keine Jagd.

Ein eher untypischer Job: Ein Gebäude ohne auffällige Vorgeschichte, Bewohner ohne Erfahrungen mit übernatürlichen Ereignissen. Erst mit dem Mord scheint etwas in Bewegung geraten zu sein.
Treibt wirklich das Opfer noch immer sein Unwesen in dem Gebäude? Und wenn ja, sinnt es auf Rache? Oder vertuscht jemand den Mord? Lenkt der Täter vielleicht nur von sich ab?

Noch vor ein paar Tagen war ich davon ausgegangen, dem Geschehen wie so oft vom Computer  aus zu folgen. Meist halte ich mich zurück, mein Team führt die Untersuchungen vor Ort durch, ich führe die Gespräche, werte die Daten aus und behalte alles im Auge. Doch diesmal ist meine Expertise gefragt und für diesen Fall wird es Zeit, den zumeist etwas ruhigeren Zuschauerplatz zu verlassen und sich in die Ermittlungen vor Ort zu stürzen.

Der Mord liegt noch nicht lange zurück und die Polizei ist wenig begeistert von dem Zuwachs, der noch vor Abschluss der Ermittlungen von einem Bewohner hinzugezogen wird. Schnell wird klar, dass mehr unter der Oberfläche versteckt liegt und nicht jede Antwort erstrebenswert ist. Die Gemeinschaft dieses Gebäudes scheint mit mehr als einem Geist Probleme zu haben.

Als Spieler übernehmen wir die Rolle eines Paranormal Investigators – eine Person, die Aussagen zu übernatürlichen Ereignissen prüft. Der Spielcharakter wird aufgrund seiner Expertise geschätzt und zur Mitarbeit aufgefordert. Wir übernehmen seinen Blickwinkel als Ermittler, aber auch als Rollstuhlfahrer. Sitzend und mit den nötigen Bewegungen, die ein Rollstuhl vom Benutzer verlangt, bewegen wir uns durch die semirealistische, digitale Spielwelt.

„Wo sind die Unterlagen und wie transportiere ich sie am besten? Stehe ich im Weg? Liegt etwas auf dem Schrank? Schaffe ich es über die Kante?“ – Fragen, die uns sonst eher oberflächlich erscheinen, bekommen eine andere Bedeutung in diesem Spiel und müssen überdacht werden.

Zu den technischen Fragen kommt eine dichte, fesselnde Story.

Die Welt, in der sie sich bewegen wird ihnen wohl bekannt sein, nichts übermäßig Außergewöhnliches. Sieht man von der Leiche ab und den Gerüchten um einen Geist, der sein Unwesen treibt. Die Spieler erwartet ein mysteriöser Kriminalfall.